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Cheater auf dem FiveM Server erkennen: Woran du sie merkst und was wirklich gegen sie hilft

Welche Mod-Menüs es gibt, welche Spuren sie hinterlassen, warum Prüfungen im Client nichts bringen und wie ein Anti-Cheat auf dem Server entscheidet. Mit einer Checkliste für den ersten Abend nach der Eröffnung.

Ladebildschirm eines FiveM Servers mit 5MCustoms

Jeder öffentliche FiveM Server bekommt Besuch von Cheatern, meist am ersten Abend. Das ist keine Frage des Glücks, sondern der Reichweite: Server stehen in der Liste, Mod-Menüs sind frei verfügbar, und wer eines hat, probiert es überall aus. Die Frage ist nicht, ob sie kommen, sondern ob dein Server ihnen glaubt. Dieser Artikel erklärt, was Cheater tun, woran du es merkst und warum nur Prüfungen auf dem Server etwas bringen.

Was ein Mod-Menü kann

Ein Mod-Menü ist ein Programm, das in den Client des Spielers geladen wird und dort Befehle an das Spiel schickt, als kämen sie von einem Script. Die üblichen Funktionen: Geld und Gegenstände geben, Fahrzeuge und Waffen spawnen, teleportieren, unverwundbar werden, andere Spieler in die Luft werfen, explodieren lassen oder in Fahrzeuge setzen, Scripts auslesen und deren Ereignisse auslösen. Der letzte Punkt ist der gefährlichste: Ein Menü, das das Ereignis „gib Spieler X 10.000 Euro“ gefunden hat, kann es beliebig oft aufrufen, wenn der Server nicht prüft, ob der Aufruf plausibel ist.

Woran du Cheater erkennst

  • Geld, das aus dem Nichts kommt: Ein Konto springt um Beträge, die kein Job und kein Verkauf erklären. Das Kassenbuch deiner Bank zeigt es, wenn es eines gibt.
  • Fahrzeuge ohne Kennzeichen oder mit Modellen, die es im Autohaus nicht gibt, oft mehrere in Sekunden.
  • Teleport: Ein Spieler ist im Log an zwei Orten innerhalb einer Sekunde, oder er ist in einem Gebäude, das keine Tür hat.
  • Explosionen und fliegende Spieler ohne Waffe oder Fahrzeug in der Nähe.
  • Unverwundbarkeit: Ein Spieler nimmt in einem Schusswechsel keinen Schaden, obwohl Treffer registriert werden.
  • Ereignisse mit falschen Werten: Ein Verkaufs-Ereignis mit negativer Menge, ein Inventar-Ereignis von einem Spieler, der gar nicht am Lager steht.

Warum Prüfungen im Client nichts bringen

Viele Anti-Cheats prüfen im Client: Ist ein Mod-Menü geladen, hat der Spieler Godmode an, ist seine Geschwindigkeit zu hoch. Das Problem: Der Client gehört dem Spieler. Wer ein Mod-Menü laden kann, kann auch den Anti-Cheat abschalten, ihm falsche Werte liefern oder seine Meldungen unterdrücken. Jede Prüfung im Client ist eine Bitte, keine Kontrolle. Sie fängt die Unerfahrenen und ist für alle anderen eine Anleitung, was man umgehen muss.

Was wirklich hilft: Entscheidungen auf dem Server

Der Server gehört dir. Alles, was dort entschieden wird, kann der Spieler nicht fälschen. Deshalb gehört jede Regel auf den Server: Ein Spieler bekommt Geld, weil der Server weiß, dass er einen Job beendet hat, nicht weil der Client es behauptet. Ein Fahrzeug entsteht, weil der Server den Kauf verbucht hat. Eine Waffe liegt im Inventar, weil der Server sie dort abgelegt hat. Scripts, die das umgekehrt machen, also dem Client glauben, sind das Einfallstor, egal wie gut der Anti-Cheat ist.

Ein Anti-Cheat auf dem Server macht dann zwei Dinge. Erstens prüft er jedes Ereignis auf Plausibilität: Kann dieser Spieler an dieser Stelle dieses Geld haben, diese Waffe, dieses Fahrzeug? Steht er wirklich am Lager, aus dem er etwas nimmt? Zweitens beobachtet er, was auf dem Server passiert: Entities, die ohne Script entstehen, Explosionen ohne Ursache, Positionen, die sich schneller ändern, als ein Fahrzeug fährt. Verdächtiges landet mit Beweis im Admin-Menü, und das Team entscheidet. Automatische Bans bei jedem Verdacht treffen zu oft die Falschen, etwa einen Spieler mit schlechter Leitung, dessen Position springt.

Bannen, das hält

FiveM kennt mehrere Kennungen je Spieler: die Cfx.re-Lizenz, Steam, Discord, die Hardware-Kennung. txAdmin bannt standardmäßig alle, die es sieht. Eine neue Lizenz ist schnell erstellt, eine neue Hardware nicht. Wer bannt, sollte deshalb immer alle Kennungen sperren und zusätzlich den Discord-Account, über den die Whitelist läuft. Und: Bans mit Grund und Beweis ins Log. Ein Jahr später will niemand mehr wissen, warum Spieler 4711 gesperrt wurde.

Checkliste für den ersten Abend

  1. Anti-Cheat an, bevor der Server in die Liste kommt. Nicht am zweiten Tag.
  2. Whitelist über Discord, auch bei offenem Server: Wer gebannt wird, verliert seinen Discord-Zugang mit.
  3. Mindestens zwei Admins online, die das Admin-Menü kennen und wissen, wo die Meldungen landen.
  4. Logs für Geld, Inventar und Fahrzeuge aktiv, mit Zeitstempel und Spieler. Ohne Log gibt es keinen Beweis.
  5. Backup der Datenbank vor der Eröffnung. Wenn ein Cheater Geld verteilt hat, ist der Stand von vorher die einzige Rettung.
  6. Scripts prüfen, die dem Client glauben: Jedes Ereignis, das „gib mir X“ heißt und nicht serverseitig prüft, ob X erlaubt ist, ist ein Loch.

Sentinel bei 5MCustoms

Sentinel ist unser Anti-Cheat und in jeder Lizenz enthalten. Er arbeitet nach dem Prinzip oben: Entscheidungen auf dem Server, Plausibilität statt Verdacht, Beweis im Admin-Menü statt automatischem Bann. Weil alle Module von uns kommen, kennt Sentinel ihre Ereignisse und weiß, welche Werte normal sind: wie viel Geld ein Job bringt, wo ein Lager steht, welche Waffen die Waffenkammer der Polizei herausgibt. Ein fremdes Script kann ihn nicht überraschen, weil es gar nicht direkt mit dem Core sprechen darf. Was Sentinel nicht ersetzt: Admins, die hinschauen. Er macht nur, dass sie nicht die ganze Nacht hinschauen müssen.

Häufige Fragen

Reicht ein kostenloser Anti-Cheat?

Für einen Server unter Freunden ja. Für einen offenen Server nur, wenn er auf dem Server prüft und gepflegt wird. Viele kostenlose Lösungen prüfen nur im Client und sind seit Jahren nicht aktualisiert; die Mod-Menüs kennen sie und umgehen sie.

Sollte ich bei Verdacht automatisch bannen?

Nein. Automatische Bans treffen zu oft Spieler mit schlechter Verbindung oder ein Script mit einem Fehler. Besser: automatisch melden, mit Beweis, und ein Mensch entscheidet. Ausnahme sind eindeutige Fälle wie Ereignisse, die kein Script jemals auslöst.

Was mache ich, wenn ein Cheater schon Geld verteilt hat?

Server stoppen, Spieler bannen, Backup von vor dem Vorfall einspielen oder, wenn es ein Kassenbuch gibt, die betroffenen Buchungen zurücknehmen. Danach prüfen, über welches Ereignis das Geld kam, und das Script schließen. Ohne den letzten Schritt kommt der nächste Cheater durch dieselbe Tür.

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Gründer von 5MCustoms

Justin baut seit Jahren FiveM Server, Fahrzeuge und Scripts. 5MCustoms ist das Framework, das daraus entstanden ist. Was hier steht, kommt aus der Praxis, nicht aus einer Produktbeschreibung.

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